Die IHP GmbH als Institut der Leibniz-Gemeinschaft in Frankfurt (Oder) betreibt Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Mikroelektronik und zur Förderung von Hochtechnologien. Ein Themenkreis ist dabei die Entwicklung von Schaltungen und Technologien für die drahtlose und die Breitbandkommunikation. Das Institut übt dabei eine wichtige Brückenfunktion zwischen den Hochschulen und der Industrie aus.

Die Forschung ist auf zukunftsorientierte, volkswirtschaftlich relevante Themen der Branchen Telekommunikation, Halbleiter- und Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, Telemedizin und Automatisierungstechnik ausgerichtet.
Zu den Forschungsthemen zählt auch der Wandlungsprozess des weltweiten IT-Marktes. Der Bereich einfacher Desktop- und mobiler Computer ist gesättigt und zeigt bereits rückläufige Tendenzen. Einer der Wachstumsmärkte hingegen ist die mit Rechenzentren verbundene Infrastruktur, um große Datenmengen zu übertragen und zu verarbeiten.

Zu den Forschungsthemen zählt auch die ultraschnelle Datenübertragung im Bereich von Terabit pro Sekunde. Hierfür braucht es eine neue Generation von Chips, die die Schnelligkeit des Lichts nutzen.

Im Vergleich zu den bisherigen rein elektronischen Chips arbeitet die neue Silizium-Photonik-Generation schneller, denn sie kann sowohl elektronische als auch optische Signale verarbeiten. Damit können die Übertragungsgeschwindigkeit und die Bandbreite erhöht werden.

Anwendungen sind neben schnellem kabelgebundenen Internet auch Supercomputer, Verbindungen zwischen Rechenzentren, Datenverbindungen zwischen Schaltkreisen, optische Sender und Empfänger, optische Datenkabel sowie optische Frequenznormale für elektronische Hochfrequenzbauelemente.

Das Institut entwickelte für die neuen Chips eine Testplattform und investierte 3,0 Millionen Euro. Ziel ist es, sich weltweit als Partner für die Forschung und Entwicklung im Bereich der Silizium-Photonik zu etablieren. Die ILB förderte die Forschungsinfrastruktur aus Mitteln der Europäischen Union in Höhe von 2,4 Millionen Euro.