Feinstaub ist gesundheitsgefährdend. Die mikrokleinen Partikel entstehen nicht nur im Straßenverkehr, sondern zum Beispiel auch in der Landwirtschaft, in Kraft- und Fernheizwerken, in Heizungen von Wohnhäusern und bei der Metall- und Stahlerzeugung.

Die Auswirkungen sind gravierend: Gemäß einer Studie der Europäischen Um­weltagentur EEA aus dem Jahr 2017 sterben jährlich rund 400.000 Menschen vorzeitig aufgrund von Feinstaub in der Luft, davon 66.000 in Deutschland. Zwar werde die Luft in Europa langsam besser. Doch die hohe Konzentration von Schadstoffen habe immer noch erhebliche negative Folgen für die Gesundheit.

Der Bedarf an Geräten zur Messung von Feinstaubpartikeln ist entsprechend hoch. Diesen Markt bedient auch die Comde-Derenda GmbH mit innovativen Produkten der Umweltmesstechnik. In diesem Segment hat das Unternehmen mehr als 40 Jahre Erfahrung. Neben dem Hauptsitz in Stahnsdorf ist die Comde-Derenda in ihren Niederlassungen in China, Indien und der Russischen Föderation sowie über Distributoren weltweit aktiv.

Mit dem „Mobile Dust Monitor“ entwickelte das Unternehmen ein kompaktes Handmessgerät zur Bestimmung der Feinstaubkonzentration in der Luft. Die Messungen erfolgen mit einem photometrischen Verfahren. Bei diesem Verfahren wird zuerst Luft in das Gerät gesaugt und dann mit dem Licht einer Laserdiode angeleuchtet. Befinden sich Partikel in der Luft, reflektieren sie das Licht. Die Reflexionen werden von einem Detektor erfasst und in ein elektrisches Signal umgewandelt. Ein Touchscreen zeigt die Werte dann in Echtzeit an.

Aufgrund seiner vergleichsweise kleinen Bauweise, seines geringen Gewichtes von nur 485 Gramm und des Batteriebe­triebes kann das Messgerät mobil betrieben werden und ist flexibel ein­setzbar.

Comde-Derenda investierte 98.000 Euro in die Entwicklung des Feinstaubmessgerätes und wurde dabei von der ILB mit Fördermitteln des Landes in Höhe von 47.000 Euro unterstützt.