Mehr als 40 Millionen Menschen ab 16 Jahren in Deutschland nutzen eine Brille zur Korrektur von Sehschwächen. Das sind fast zwei Drittel der erwachsenen Bundes­bürger. Der Anteil der Brillenträger hat sich in den letzten 60 Jahren in allen Altersgruppen deutlich ausgeweitet, insbesondere je­doch bei den 20- bis 29-Jährigen. Auch Kontaktlinsen kommen immer häu­figer zum Einsatz. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Allensbach-Brillenstudie im Auftrag des Kuratoriums Gutes Sehen e. V.

Entsprechend groß ist die Nachfrage der Verbraucher. Der Branchenumsatz der stationären Anbieter und Online-Händler hat sich 2016 gegenüber dem Vorjahr weiter erhöht. Im Gegensatz zu anderen Branchen beträgt der Anteil des Online-Handels allerdings nur 4 Prozent des gesamten Branchenumsatzes. Ursächlich dafür wird sein, dass der Beratungs- und Anpassungsbedarf bei Brillen und Kontaktlinsen deutlich höher ist als bei vielen ande­ren Produkten. Offensichtlich ist den Kunden ein individueller Service vor Ort besonders wichtig.

Diesen Service bietet auch ein Augen­optik-Geschäft in Eberswalde. Es hat eine lange Tradition, denn es besteht bereits seit 1954. Im Jahr 1978 wurde es durch Werner Marchwat übernom­men. Der Augenoptikermeister enga­gierte sich nicht nur für sein eigenes Geschäft, sondern auch für den ge­samten Berufsstand in der Region. So entstand im Jahr 1996 unter seiner Führung das Bildungs- und Technolo­giezentrum für Augenoptik in Rathenow.

Seine Tochter Mandy Marchwat trat in seine beruflichen Fußstapfen. Als Augenoptikermeisterin und Optometristin ist sie bereits seit 1998 Eigentümerin einer Filiale in Oderberg. Im Jahr 2017 hat sie auch das väterliche Geschäft in Eberswalde übernommen.

Durch die Übernahme ist sichergestellt, dass in Eberswalde nicht nur große Optikerketten vertreten sind, sondern weiterhin auch Mittelständler den Markt beleben. Die Kosten der Betriebsübernahme in Höhe von 88.000 Euro wurden durch einen ILB-eigenen „Brandenburg-Kredit für den Mittelstand“ finanziert.